Die Geschichte der Region

Im 6./7. Jahundert niederließen sich auf dem Gebiet des heutigen Kreises die Masowier, deren Siedlung unter der Burg in Ciechanów, auf der heutigen Farska Góra, entdeckt wurde. Die erste schriftliche Urkunde über Ciechanów stammt aus dem Jahre 1065. Immer mehr Leute niederließen sich hier, es wimmelte auch von Wäldern. Im 15. Jahrhundert wurde Ciechanów zur Hauptstadt des Kreises in dem Herzogtum von Masowien. Ein Apogäum fällt auf das 16. und die Anfänge des 17. Jahrhunderts und genauer gesagt auf die Regierungszeit der Königin Bona. Im Laufe der schwedischen „Überflutungen“ wurde 30-40 % der Bebauung zerstört und die Bevölkerungszahl halbierte sich.

Nach der zweiten Teilung Polens wurde die administrative Aufteilung geändert. Ciechanów wurde zur Hauptstadt der Woiwodschaft ernannt, was jedoch praktisch nur ein halbes Jahr dauerte. Schließlich wurde der nördliche Teil Masowiens zum Teil von Preußen und Ciechanów zur zweitrangigen Stadt im Kreis Przasnyski, der auch den heutigen Ciechanów-Kreis umfasst. Die Entwicklung der Stadt während der Teilungen und der napoleonischen Kriege verlangsamte sich. Im 1867 wurde der Kreis Ciechanowski ins Leben gerufen, von einer größeren Fläche als heute - er umfasste auch die Gemeinde Krasne sowie die Gegend von Niedzborz und Wola Dębska. Der Eisenbahnlinie verdankt Ciechanów eine industrielle Brauerei, Zuckerfabrik, es florierten auch der Handel sowie die Investitionsvolumen. Gebaut wurden auch Kasernen. An Bedeutung gewannen auch ländliche Gebiete, vor allem in der Nähe der Stationen in Ciechanów, Gąsocin und Konopki. Eine schnellere Entwicklung datiert sich bis zum Jahr 1914: bis zu dieser Zeit wurde eine neue Zuckerfabrik gebaut, der ganze Industrie-Ballungsraum war fast wie eine zweite Stadt, es entstand auch eine Zuckerfabrik-Schmalspurbahn. Besondere Beachtung verdienen sich die sozialen Tätigkeiten von Raniecki und F. Rajkowski mit seiner Familie, Bildungsinitiativen von Aleksandra Bąkowska in Gołotczyzna sowie die Entstehung der Schule in Sokołówek.

Während der Kämpfe im Jahre 1914/1915 erlitt Ciechanów keine bedeutenden Verluste, nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit wurde ein polnischer Kreis innerhalb derselben Grenzen errichtet. Viel Dramatisches ereignete sich während des Krieges im Jahre 1920, darunter während der Przedwojewo-Schlacht und der Sarnowa Góra-Schlacht, insbesondere durch die strategisch wichtige Zerstörung des bolschewistischen Verbindungszentrums in Ciechanów. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen wurde eine Schmalspurbahnlinie aus Ciechanów nach Grudusk errichtet, wo die Deutschen bereits im Zuge des Großen Weltkriegs eine Bahnstrecke von Mława nach Przasnysz gebaut hatten. Wenn man dazu noch die Zuckerfabrik-Bahn zählt, die bis Krasne und Gołymin reichte, dann gilt dieses Bahnsystem als sehr fortgeschritten.

Im Laufe des Krieges, 1939, wurde hier nicht unerbittlich gekämpft, die deutschen Luftangriffe brachten jedoch mit sich schwere Verluste. Die Deutschen einverleibten Nordmasowien in Ostpreußen und Ciechanów wurde zur Hauptstadt neuen Regierungsbezirks (entspricht etwa einer Woiwodschaft). Man hat damit gerechnet, dass die Bevölkerungzahl bis ca. 100 Tsd. Einwohner wächst. Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, wurde eine große Siedlung (Wohnblocks) errichtet, ein Großteil der Gebäuden im Stadtzentrum wurden deswegen abgerissen, um mehr Platz für weitere Investitionen zu gewinnen. Durch zahlreiche Polizei- und Heerestruppen wurden die Partisanenaktivitäten maßgeblich erschwert. Unter Ausnutzung von Polen und Juden wurde der Zustand vieler Straßen verbessert.  Eine gewisse Neuigkeit stellte die Errichtung eines Flugplatzes in Sokołówek dar, der später als Flughafen bezeichnet wurde. Immer mehr Leute hatten nun Ausbildung, man begann ebenfalls mit Elektrifizierung und Mechanisierung der Landwirtschaft - Schritt für Schritt wurde die Stadt wiederaufgebaut. Im Laufe der neuen administrativen Aufteilung im Jahre   1975 wurde die Woiwodschaft Ciechanowskie ins Leben gerufen, wodurch sich die Anzahl der Investitionen vergrößerte, insbesondere auf ländlichen Gebieten. Im Jahre 1999 wurde im Zuge einer weiteren Verwaltungsreform erneut der Kreis Ciechanowski gegründet, der bis heute einen Landkreisstatus genießt.

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