Prominente Persönlichkeiten aus den Region

Mit der Region von Ciechanów assoziiert man viele berühmte Polen, Politiker und Künstler: Dazu zählen u.a. Zygmunt Krasiński,  Ignacy Mościcki, Bolesław Biegas, Bruno Kiciński, Maria Skłodowska-Curie, Stefan Żeromski, Franciszek Rajkowski, Henryk Sienkiewicz, Aleksander Świętochowski, Maria Konopnicka.

Zygmunt Krasiński (1812-1859) in Paris geboren, lag die Region von Ciechanów, seine Heimat, sehr eng am Herzen. In Opiniogóra aufgewachsen, verbrachte er hier seine Kindheit und Jugend. Das erste Werk, das in Opiniogóra entstand, war - außer von Kindergedichten - das Phantasiewerk „Pan Trzech Pagórków“ (1828)

Ignacy Mościcki (1867 – 1946) in Mierzanów bei Grudusk in der Region von Ciechanów geboren und in einer strikt patriotischen Familie aufgewachsen. Schon im Jugendalter erwies er sich als besonders begabt in Mathematik und Naturwissenschaften.  Absolvent der Fakultät für technische Chemie an der Technischen Universität in Riga. 15 Jahre lang (1897-1912) betätigte er sich wissenschaftlich in der Schweiz. An der Universität in Freiburg entdeckte er viele Phänomene, die ihm einen Ruf im Bereich Elektrotechnik und Elektrophysik garantierten. Er entwickelte die polnische chemische Industrie und eröffnete moderne chemische Betriebe in Jaworzno, Tarnów und Mościce. 1926 wurde er zum Präsidenten der 2. Polnischen Republik.  In seiner Amtszeit besuchte er sehr oft seine Heimat: Płock, Grudusk, Klice, Ciechanów. Mościcki starb 1946 in der Schweiz und wurde 1993 in Polen, in der Gruft der Basilika des Heiligen Johannes des Täufers in  Warschau festlich begraben.

Bolesław Biegas (1877 – 1954) – talentierter Bildhauer und Maler, aber auch Autor von 16 Dramen und einigen Werken zum Thema Kunst. Seine Kindheit verbrachte er in seiner Heimstadt Koziczyn.  Seine Werke findet man in den Museen in Płock, aber auch Paris und sogar Chicago. 2012 wurde dem Kreiszentrum für Kultur und Kunst in Ciechanów der Name von Bolesław Biegas verliehen.

Maria Skłodowska-Curie (1868-1934) - zweifache Nobelpreisträgerin, „Tochter der Ebenen in Masowien“  Masowien leistete einen großen Beitrag zur Gestaltung von ihrem starken Charakter und Persönlichkeit. Sie erwarb auch viel Wissen, indem sie die Naturliebe mit Fremdsprachenlernen (4 Fremdsprachen) kombinierte. Ihre Vorfahren stammen alle aus Masowien - sowohl die Vorfahren der Mutter als auch die Vorfahren des Vaters - die beiden Familien entstammen einem verarmten Adel mit katholischen und patriotischen Traditionen. Die Wiege des Geschlechts Skłodowski (Dołęga) war der Dorf Skłody, in der Pfarrei Zaręby Kościelne, im Kreis Ostrów Mazowiecka Marias Eltern - Lehrer vom Beruf - waren mit Masowien verbunden, aber zum ersten Mal auch mit seiner Hauptstadt, Warschau.

Bruno Kiciński (1797-1844) sehr berühmter Aktivist auf dem Feld der polnischen Kultur, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts widmete er sich ganz der Region von Ciechanów. Er schrieb Gedichte und Romane, vergötterte den November-Aufstand; seine patriotischen Lieder wurden von Aufständischen gesungen.  Er gilt als Vater des polnischen Journalismus. In der Region von Ciechanów, in Ojrzeń, hielt er sich seit dem Ende des Aufstands bis zu seinem Tode im Jahre 1844 auf. Sein Grab mit einem bescheidenen Denkmal befindet sich vor der Kirche in Kraszew

Stefan Żeromski (1864 -  1925) 1887 arbeitete er in Szulmierz ein paar Wochen lang als Hoflehrer. Von dem Aufenthalt berichtete er in seinen „Tagebüchern“. Sehr detaillierte und ausführliche Beschreibungen unserer Region und dazu noch die Beschreibungen der Natur und Landschaft. Er war selbst der Meinung, dass er in Szulmierz die besten Momente des Lebens erlebte. Ich habe hier glücklich gelebt.

In Ciechanów war auch Maria Konopnicka (1842 – 1910) oft zu Gast.  Anfang des 20. Jahrhunderts niederließ sich hier nämlich der jüngste, meist geliebte Sohn von Maria Konopnicka, Jan. Deswegen verliebte sie sich in diese Stadt und hatte Interesse an ihrem kulturellen Leben. Noch heute erinnert man sich an ihre Tätigkeit in Ciechanów, ihre Beziehungen zur hiesigen Gesellschaft - sie wurde zur Patronin des Kreiszentrum für Kultur und Kunst sowie des Gymnasiums Nr. 3.

Franciszek Rajkowski (1848 – 1908)  in Jarluty Wielkie geboren. Seinen Bildungsweg begann er in Leków, dann verbrachte er seine Schulzeit in Mława. Abitur machte er in Warschau als einer der besten Schüler. Danach studierte er Medizin an der Hauptschule. Die Sommerferien verbrachte Rajkowski in Ciechanów und betätigte sich dort als Arzt. Nebenberuflich war er jedoch auch ein Aktivist.

Henryk Sienkiewicz (1846  - 1916) in Wola Okrzejska geboren  Polnischer Nobelpreisträger, Novelist und Publizist  Literatur-Nobelpreisträger im Jahre 1905, einer der beliebtesten polnischen Schriftsteller aus der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts. Zu seinen wichtigsten historischen Romanen zählen u.a: „Ogniem i mieczem”, „Potop”, „Pan Wołodyjowski”, „Quo vadis”, „Krzyżacy”. Im Roman „Krzyżacy“ wird Ciechanów oft erwähnt - am Hofe des Schlosses der Masowien-Fürsten wurde häufig gekämpft. Er starb in Vevey, in der Schweiz.

Mit der Region von Ciechanów ist auch eine Figur des Warschauer Positivismus eng verbunden - Aleksander Świętochowski (1849-1938)  Er betätigte sich hier als Lehrer und gründete in Gołotczyzna die Agrarschule „Bratne“ sowie leistete einen großen Beitrag zur Entstehung der Gesellschaft für die polnische Kultur in Ciechanów.  In Gołotczyzna entstanden „Historia chłopów polskich“, „Genealohia teraźniejszości“, die Romane „Nałęcze“ und „Twinko“ sowie hunderte publizistische Artikel. Eine große Rolle spielte in seinem Leben Aleksandra Bąkowska, die Gründerin der Haushaltsschule für Dorfmädchen (1909). Sein letzter Wunsch war es, in der Region von Ciechanów begraben zu werden, und zwar mit dem Gesicht Richtung Schule, für die er sein Herz aufopferte und für sein größtes Werk hielt. Er starb am 25. April 1938 in Gołotczyzna.

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